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Antonin Dvorak

Sextet A-Dur op.48

Weitere Interpreten:
Auryn Quartett mit Christian Altenburger und Patrick Demenga

Label/AN:
Tacet / L196

Format: LP 180g

25,50 €

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Rezension:

Es war erst wenige Wochen her, daß Antonin Dvorak, mittelloser Tondichter aus Böhmen, mit den "Slawischen Tänzen" (auf Anregung seines Förderers Johannes Brahms und des Verlegers Fritz Simrock geschrieben) über Nacht zum Star geworden war. Der Einfluß Brahms' und die intensive Beschäftigung mit der Folklore Böhmens prägen auch das Sextett für Streicher (Bratsche und Cello sind doppelt besetzt), eines der kammermusikalischen Hauptwerke der Ära, in dem sich symphonische Dimensionen und üppige Klangfülle mit höchster Subtilität verbinden. Wobei sich immer die Frage stellen mag, ob man des Komponisten Kunst der Instrumentierung mehr bewundern soll oder sein Talent für singbare Melodien. Die Neueinspielung des Standardwerkes durch das Auryn-Quartett ist eine weitere Perle im Tacet-Katalog; der Glanz des Amadeus- und die Kraft des Guarneri-Quartetts (die beiden wesentlichen Ausbilder der Auryns) kommen dem folkloristischen und farbenfrohen Werk sehr zugute. Ein Detail am Rande: Die Stradivari, die Auryn-Violinist Matthias Lingenfelder hier spielt, gehörte einst Joseph Joachim – der das Werk 1879 mit seinem erweiterten Quartett uraufführte… – Tacet-Chef Andreas Speer verwendete entgegen seiner Gewohnheit keines seiner geliebten historischen Mikrophone, sondern zehn Neugeräte der Firma Microtech Gefell vom Typ UM 92.1S, ein in seinen klanglichen Eigenschaften dem legendären Neumann M49 sehr ähnlichen Röhrenmikrophon. Man hört dem Ergebnis auch durchaus an, daß Herr Speer wieder einmal sehr genau wußte, was er tat… (2011)

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