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Label/AN: American Recordings / B001395401
Format: LP
Aloha Oe. Ausgerechnet jener oft mißbrauchte hawaiianische Abschiedssong steht nun am Ende von diesem gigantischen Lebenswerk (laut Rick Rubin soll dies nun wirklich die letzte Veröffentlichung in Cashs "American Recordings"-Reihe sein), und es gelingt dem alten, todkranken Mann tatsächlich, dem Song seine Würde zurückzugeben: Ein rührender Abschied, ja, doch kein kitschiger. Das Album an sich unterscheidet sich zur übrigen Serie ansonsten vor allem dadurch, daß es im Grund keinen Unterschied zum direkten Vorgänger gibt. Was nicht verwundert, stellte Rubin es doch aus denselben Sessions zusammen wie "American V": Jenen letzten Aufnahmen des alten Mannes, der, selbst schwer Parkinson-krank, völlig überraschend seine große Liebe June Carter verloren hatte und nun die letzte verbliebene Lebenszeit vor dem Mikrophon verbrachte, sooft es sein Zustand irgend zuließ. Die Stimmung auf dem Album ist also bereits bekannt, doch ändert das nichts an ihrer Intensität. Die Stimme ist brüchig, manchmal bis zur Unkenntlichkeit, verglichen mit der Urgewalt der ersten LP in dieser Reihe (erst recht mit dem Frühwerk); doch hat sie nichts von ihrer Kraft verloren. Es ist die Stimme eines Menschen, der sich mit dem unmittelbar bevorstehenden Tod nicht nur abgefunden, sondern seinen Frieden damit gemacht hat. Deswegen klingen diese Songs auch nicht abgründig, fatalistisch oder gespenstisch, sondern vor allem: tröstlich. "Satisfied Mind" wäre unter diesen zehn Songs die bessere Auswahl für den Albumtitel gewesen. (2010)
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