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Label/AN: Sub Pop / SP900
Format: LP
Hip Hop findet sich nur selten in unserem Programm, doch hier handelt es sich um einen jener Ausnahmefälle, von denen aufgeschlossene Musikhörer doch zumindest Kenntnis nehmen sollten. Der erste Hip Hop-Act des Sub Pop-Labels ist das Geheimprojekt eines alten Hasen: Ishmael "Butterfly" Butler, der bereits in den frühen 90ern mit den jazzinformierten Digeable Planets eigene Ideen innerhalb der Gattung entwickelte. Shabazz Palaces stehen allerdings auf einem ganz anderen Blatt. Die Raps sind lakonisch und wirken oft ebenso surreal wie die Umgebung: beklemmende Synths, seltsame Beats, und wenn doch mal ein Jazz-Sample vorkommt, klingt es ebenso unwirklich und sinister wie der Rest. In keiner Weise allerdings aggressiv: Butler, der hier unter dem Namen Palaceer Lazaro auftritt, bricht mit sämtlichen Spielregeln. Keinerlei Bling-Bling, keine wirksamen Medienauftritte, keine Interviews, und eine Platte, die sich von hinten anschleicht wie eine große Würgeschlange (in der Tat funktioniert diese Musik auch bei ganz geringen Lautstärkepegeln). "Black Up" ist radikaler Underground – und zeigt sehr eindrucksvoll, was für Überraschungen in diesem Genre immer noch möglich sind! (2011)
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