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Label/AN: ECM / ECM2178
Format: 2 LP 180g
Nach wie vor sind Kompositionen des Schweizer Pianisten (die er selbst als "Module" bezeichnet) titellos und durchnumeriert, doch stilistisch sind die Tracks auf "Llyrìa" von denen der frühen Alben seines Ronin-Ensembles inzwischen ziemlich weit entfernt. War auf jenen viel Funk zu hören, so sind Genrezuschreibungen hier eher schwierig. Aber man hört viel von den Einflüssen, die Bärtsch schon früh in seiner Karriere geprägt hatten: Die klassische Musik des 20. Jahrhunderts von Bartok bis Cage, ethnische Musik aus der ganzen Welt, auch seine Labelkollegen Jarrett und Corea. Wobei ein Musiker wie Bärtsch natürlich nicht 1975 stehen bleibt: Es finden sich auch reichlich Spuren der jüngeren Musikgeschichte in diesen Stücken. Was "Llyrìa" dann allerdings mit den früheren Bärtsch-LPs verbindet, ist die Art, wie diese Musik nicht wie von Menschen gespielt wirkt, sondern wie aus dem Nichts gewoben. Und mehr denn je wirkt die Band (im Kern Bassist Björn Meyer und Schlagzeuger Kaspar Rast, ergänzt um Perkussionist Andi Pupato und Saxophonist Sha) wie ein einziger Organismus. (2010)
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