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Gregg Allman

Southern Blood

Label/AN:
Rounder Records / 7200485

Format: LP 180g

29,50 €

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Rezension:

Es sind bewußte letzte Worte: Der Krebs hatte bereits gewonnen, als Gregg Allman sich mit Band und Produzent Don Was dort traf, wo alles angefangen hatte – in den FAME-Studios, Muscle Shoals, Alabama. Allman wollte ein biographisches Album aufnehmen, mit Songs, die ihn geprägt hatten und die er besonders liebte. Den einzigen eigenen, neuen, stellte er an den Anfang: "My Only True Friend", somit der letzte Klassiker in seiner Diskographie. Es folgen u.a. Tim Buckleys "Once I Was", Dylans bitteres "Going, Going, Gone", als Gegengewicht dann und geradezu hymnisch der Grateful Dead-Song "Black Muddy River". Auch in Willie Dixons "I Love The Life I Live" wird noch einmal hemmungslos das Leben gefeiert; Lowell Georges "Willin'" hingegen hat eine rührende, melancholische Note. Mit Johnny Jenkins' "Blind Bats And Swamp Rats" holt Allman einst Versäumtes nach: War er doch anno 1970 das einzige Allman Brothers Band-Mitglied, das auf der Originalaufnahme nicht mitspielte! Sein tiefes Soul-Verständnis leuchtet noch einmal in "Out Of Left Field". Am Schluß steht Jackson Brownes "Song For Adam", einer der schönsten Songs, die je über einen verlorenen Weggefährten geschrieben worden sind; der Komponist selbst steuert die zweite Stimme bei. Man spürt schnell, daß Allman da noch einmal für seinen früh verstorbenen Bruder Duane singt. Am Ende versagt ihm die Stimme, Scott Sharrards Slide und Greg Leisz' Pedal Steel tragen den Song bis zum Ende. Berührende Momente von solcher Intensität gibt es nur wenige in der ganzen langen Rock'n'Roll-Geschichte. Selten hat jemand würdevoller die Bühne verlassen. (2017)

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