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Hank Jones

Solo Piano – Live JazzBaltica Salzau 2005

Label/AN:
Edition Longplay / ENCORE01

Format: 3 LP 180g, clear vinyl, Box

380,00 €

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Rezension:

Noch mehr als zuvor geht es bei der neuen Reihe von Rainer Haarmanns Edition Longplay-Label um die Verbindung von Musik und bildender Kunst. Was denn auch den Preis erklärt. Denn zum einen ist die Auflage minimal; die LPs werden im Manufaktur-Verfahren hergestellt, mehr als 50 (fünfzig, wirklich) Exemplare pro Veröffentlichung wird es prinzipiell nicht geben. Zum einen liegen den Boxen eben signierte Kunstwerke bei: Im Falle dieser ersten "Encore"-Veröffentlichung handelt es sich dabei um Fotografien; jeweils eine des Altmeisters Detlef Orlopp, des vor allem durch seine Berlin-Porträts bekannten Stefan-Maria Rother, des Leipzigers Arne Reimer und der großartigen Porträt-Künstlerin Emrâ Islek (von der natürlich ein Hank Jones-Bild ausgewählt wurde). Sie alle tragen die laufende Nummer der jeweiligen Box und die Unterschrift des Künstlers, und zusammengenommen dürften diese Bilder unter Galerie-Bedingungen bereits signifikant mehr kosten als hier die ganze Box. Das zur Einleitung; widmen wir uns endlich der Musik. Für den Start der kostbaren Reihe wählte Rainer Haarmann ein ihm besonders am Herzen liegendes Konzert seiner Ära als JazzBaltica-Kurator aus: Ein spontan organisiertes Solo-Konzert des großen amerikanischen Pianisten, der eigentlich für einen Auftritt mit Joe Lovano vor Ort war. Am dritten Juli also war Hank Jones, damals kurz vor seinem 87. Geburtstag, also allein auf der Bühne – und in überragender Spiellaune. Einen großen Standard nach dem anderen, von Eubie Blake über Ellington, Gershwin, Jerome Kern und Richard Rodgers bis Monk, Joe Henderson, Erroll Garner und Oliver Nelson zauberte Jones aus dem Hut, jeweils launig und mit dem Publikum scherzend angekündigt. Letzteres war dadurch so euphorisiert, daß es den alten Herrn gar nicht mehr gehen lassen wollte: Sage und schreibe 13 Zugaben wurden eingefordert (und hörbar gerne gegeben); der Auftritt geriet damit fast doppelt so lange wie geplant. Hier kann man ihn in voller Länge nacherleben: Ein wundervolles Dokument eines der größten Männer am Klavier in der Geschichte des Jazz. Und, das soll ja nicht verschwiegen werden, ausgezeichnet – sehr direkt nämlich – klingend. (2017)

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