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Iron And Wine

Kiss Each Other Clean

Label/AN:
4AD / CAD3103

Format: LP 180g

19,50 €

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Rezension:

Mit jeder Platte ein Quantensprung. Was naturgemäß immer schwieriger wird, weswegen die Abstände größer werden: Vier Jahre liegt "The Shepherd's Dog" zurück, dazwischen erschien immerhin die Raritäten-Sammlung "Around The Well". Die zeigte bereits ziemlich beeindruckend, was der einstige Low-Fi-Songwriter Samuel Beam mit einer großen Studio-Produktion anfangen konnte. Was nun allerdings hier geschieht, steht auf einem ganz anderen Blatt: "Kiss Each Other Clean" steht im Verhältnis zum Vorgänger in etwa so wie Mahlers Achte zu einer frühen Haydn-Symphonie. Ein Vergleich, der gar nicht so sehr hinkt, weil's beides Werke sind, die in jedem Ton die Meisterschaft ihres Schöpfers verraten und die musikalisch in sich absolut schlüssig sind. Ja, "Kiss…" ist großes Effekt-Kino, ist eine Schwindel erzeugende, gewaltige, orchestrale Mixtur aus Pop, Reggae, Soul, Jazz, Funk; aus Beatles, Beach Boys, Stevie Wonder, Eagles und was nicht alles. Aber: es ist stets von erschütternder Schönheit, weil Beam bei allem Aufwand eben immer noch der hochsensible, emotionale Songwriter ist, der er auf seiner ersten, rein akustischen und im eigenen Wohnzimmer aufgenommenen LP war. Aktuell fallen einem eigentlich nur Wilco und Sufjan Stevens ein, die außer Beam zu solchen Platten fähig wären… (2011)

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