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Weitere Werke:Felix Mendelssohn-Bartholdy: Violinkonzert op. 64
Weitere Interpreten:Leonid Kogan, Violine / Paris Conservatoire Orchestra, Dirigent: Constatin Silvestri
Label/AN: Testament / Columbia / SSAX1744
Format: LP 180g
Zwei weitere außergewöhnliche Kogan-Interpretationen enthält diese Testament-Reissue (die genaugenommen gar keine ist, denn das Original erschien anno 1961 unter der Nummer 33CX1744 nur in mono!). Zwar gelingt es dem seelenverwandten russisch-rumänischen Gespann Kogan/Silvestri nicht ganz, dem Mendelssohn-Konzert die ihm eigene strahlende Freude abzunehmen, aber wo sich die Möglichkeit bietet, nutzen sie die Gelegenheit zum Schmerz. Das Gute siegt im Finale, aber so leicht, wie man‘s gewohnt ist, ist der Weg dahin hier nicht: Das Glück existiert nicht ohne sein Gegenteil. Die Werkauffassung ist in der Theorie sicher angreifbar, beim tatsächlichen Hören allerdings kaum noch… Leonid Kogans legendäre belcanto-Qualitäten kommen in der Aufnahme des dritten Mozart-Konzertes voll zum Tragen! Der Kopfsatz, in seiner Anlage schon als Opernszene gedacht, ist geschaffen dafür, und selten hat man den Violinpart so als menschliche Stimme empfunden wie hier. Und mag diese Einspielung auch einem modernen Mozart-Bild nicht entsprechen: Sie wird dem Geist des Werkes vielleicht mehr gerecht als manch ein späterer Versuch in historischer Aufführungspraxis. Es gibt sicherlich auch hier mehr melancholische Unter- und Zwischentöne als bei anderen, aber der Mozart-Charakter bleibt unangetastet. – Das renommierte britische Gramophone-Magazin monierte seinerzeit die Klangqualität des Mono-Originals. Angesichts der diesbezüglich wirklich begeisternden Testament-Edition lohnen sich die etlichen Hunderter, um die ein solches den Kontostand verringert, wohl eher nicht… (1961/2011)
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