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Label/AN: Doxy / DOY657
Format: LP 180g
Sein Debüt "Angola Prisoner's Blues" wurde im Gefängnis aufgenommen, wo der Mittvierziger wegen Mordes einsaß (seiner Beteuerung, aus Notwehr gehandelt zu haben, schenkte das Gericht keinen Glauben) und wo er von den Blues-Forschern Harry Oster und Richard Allen entdeckt worden war. Diese beiden setzten sich anschließend für Williams' Begnadigung ein; tatsächlich konnte er sein zweites Album als freier Mann aufnehmen – zumindest dahingehend, daß er sich innerhalb des Staats Louisiana frei bewegen konnte. Daß seine Seele keineswegs frei war, sondern für immer geprägt von diesen dreieinhalb Jahren im Angola State Penetentiary (auch als "Alcatraz des Südens" bezeichnet), davon zeugen nicht nur die düsteren Texte dieses Albums, sondern auch seine beklemmende Stimmung. "Almost Dead Blues" oder "A Thousand Miles From Nowhere" heißen die Songs eines Menschen, der wie ein Alien durch die Straßen der Städte geht und sich nicht mehr als Teil des Ganzen fühlt. Fraglos eines der bewegendsten Alben der Bluesgeschichte. – Mit den Nebengeräuschen der Aufnahme (Stimme und Gitarre kommen trotzdem sauber und direkt) muß man leben, die Pressung dieser Ausgabe ist makellos. (1961/2011)
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