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Dimitri Schostakowitsch

Symphony Nr. 10

Weitere Interpreten:
Berliner Philharmoniker - Dirigent: Herbert von Karajan

Label/AN:
Deutsche Grammophon / SLPM139020

Format: LP 180g

25,50 €

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Rezension:

Die Uraufführung der Zehnten fand im Dezember 1953 statt – neun Monate nach dem Ende des Stalin-Terrors, während dessen der Komponist in ständiger Angst vor Verhaftung lebte. Es liegt also nahe, das Werk als “Aufatmen” oder als “Befreiung” zu interpretieren. Ein äußerst emotionsgeladener Kopfsatz, daran anschließend ein kurzes, brutales Allegro, oft als Porträt des Diktators gedeutet; der dritte nimmt die Stimmung des Anfangs wieder auf, schließlich ein breit angelegtes Finale, in dem erstmalig eine Art Fröhlichkeit oder Triumph durchscheint: Der letzte große Symphoniker im klassischen Sinne fügte der Gattung hier ein Hauptwerk hinzu, welches sich seiner Bedeutung entsprechend schnell verbreitete. Die ersten westlichen Einspiel-ungen fanden bereits Mitte der 50er Jahre statt. Herbert von Karajans Aufnahme von 1966 ist bis heute eine der Bedeutendsten: Die Spannung, die selbst in den ruhigsten Momenten zu keiner Sekunde nachläßt, ist geradezu verzehrend. Eine der größten Leistungen eines Dirigenten, dessen Spätwerk den Blick auf seine eigentliche Bedeutung allzu leicht verstellt. (1967/2001)

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