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Josef Rissin

spielt Werke für Violine solo (Hindemith, Ysaÿe, Paganini)

Label/AN:
Sound Star Ton / SST0187

Format: LP

12,00 €

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Rezension:

Schon aufgrund seiner Lehrtätigkeit (lange Zeit an der Musikhochschule Karlsruhe, wie wir nicht ohne Lokalpatriotismus erwähnen!) muß man den gebürtigen Russen zu den bedeutendsten Geigern der Nachkriegszeit zählen – es ist bemerkenswert, in wie vielen Biographien jüngerer Violinisten sein Name auftaucht. An seinem pädagogischen Engagement liegt es wohl auch, daß sein Name zwar Geigen-Insidern geläufig ist, er beim breiteren Publikum jedoch nicht die verdiente Popularität genießt. Dabei sind seine Konzerte wie seine Schallplattenaufnahmen geprägt von einem dichten, hochkonzentrierten und entsprechend spannenden Spiel; seine Technik ist ohnedies über jeden Zweifel erhaben. Die hier zu hörenden Werke (die beiden Hindemith-Sonaten, die Nummer drei und sechs aus Ysaÿes op. 27 sowie Paganinis Variationen über “Nel cor più non mi sento”) zählen zu den anspruchsvollsten der gesamten Violinliteratur – Rissins Interpretation läßt einen die immensen virtuosen Anforderungen fast vergessen, so groß ist die Musikalität, die er den Stücken verleiht. Besonders bemerkenswert beim wirklich höllisch schwierigen Paganini, dessen Kompositionen für Solovioline nach wie vor allzu oft aufs Technische reduziert werden. Hier kann man hören, was daraus entsteht, wenn jemand die Technik transzendiert! (1988)

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