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Label/AN: Mobile Fidelity Sound Lab / MFSL2310
Format: 2 LP 180g
Mike Pattons Band hat es demonstriert, damals: Man konnte auch um 1990 noch Stadion-taugliche Rockmusik machen, die an Ideenreichtum und Innovationskraft den Meisterwerken der Prog Rock-Ära in nichts nachstand. Vom Metal ausgehend, vereinnahmten Faith No More einfach alles: Man findet Anklänge an den Mainstream der späten 70er (Toto), Funk spielt eine nicht unerhebliche Rolle (vielleicht nicht ganz so vordergründig wie bei der einzigen ernstzunehmenden Konkurrenz, den Red Hot Chili Peppers), die Avantgarde war zumindest im Bewußtsein (und wurde, wie etwa das Kronos Quartett-Sample in "Malpratice", auch mal unauffällig untergebracht). Die Stimmungs-Spannweite ist beachtlich und reicht von der Breitwand-Pop-Hymne über brachiale Ausbrüche und Angstzustände bis zur Satire. Ein Werk, mit dem sich die Band selbst (bzw. ihr Vorgänger-Album "The Real Thing") tatsächlich noch einmal übertroffen hatte. Hört man ihm aufmerksam zu, so wird es immer weniger nachvollziehbar, warum das sogenannte Nu Metal-Genre sich in den Folgejahren zu solchen Tiefständen entwickeln konnte… Es hätte alles so gut werden können! (1992/2008)
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