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Ludwig van Beethoven

Symphonie Nr. 9

Weitere Interpreten:
Elisabeth Schwarzkopf / Elisabeth Höngen / Hans Hopf / Otto Edelmann / Chor und Orchester der Bayreuther Festspiele, Dirigent: Wilhelm Furtwängler

Label/AN:
Warner Classics / 0190295895730

Format: 2 LP 180g

27,00 €

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Rezension:

Für nicht Wenige ist und bleibt dies die definitive "Neunte". Und so viel sich auch in der Werkauffassung in all den Jahrzehnten seither geändert haben mag, so viele klanglich weit bessere Aufnahmen inzwischen auf den Markt gekommen sein mögen: Wer diese gehört hat, wird kaum dagegen argumentieren wollen. Es war das zentrale Werk im Leben des großen Dirigenten, dem es tragischerweise verwehrt blieb, eine Studio-Aufnahme zu hinterlassen. Daß dieser Mitschnitt überhaupt existiert, ist auch nur der Überredungskunst des EMI-Produzenten Walter Legge zu verdanken, Furtwängler wollte keine Aufnahme – zur Veröffentlichung freigegeben wurde sie dann auch erst nach dem Tod des Dirigenten durch dessen Witwe. Der Anlaß der Aufführung war ein so großer wie heikler im Kulturleben des wieder auferstandenen Deutschlands: Die Neueröffnung des Bayreuther Festspielhauses, von den Nazis als Tempel der Deutschtümelei mißbraucht. Die ganze Welt würde genau dabei zuhören und -sehen, das war allen Beteiligten bewußt, von den Musikern bis zu den Festspiel-Intendanten. Und man konnte das so belastete Haus unmöglich direkt mit Wagner eröffnen. Als wären die Rahmenbedingungen nicht schwierig genug, kam auch noch die Tatsache hinzu, daß ausgerechnet der von Furtwängler gehaßte Opportunist Karajan Teil des "Neuen Bayreuth" war. Die Spannung im Saal knisterte also weit mehr, als das ohnehin stets der Fall war, wenn Wilhelm Furtwängler seinen Taktstock hob. Und bleibt greifbar bis zum heutigen Tage: Kaum möglich, dieser Einspielung nicht in kerzengerader Haltung und mit allen Sinnen zu folgen. Daß es im übrigen nur sehr wenige Aufnahmen gibt mit einem auch nur annähernd adäquaten Vokalensemble, spielt eine (beinahe) untergeordnete Rolle. Und der Klang? Ist allemal gut genug, um von dem, was am 29.7.1951 in Bayreuth geschah, ergriffen zu sein. (1955/2017)

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