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Gustav Mahler

Symphonien Nr. 8 & 10 (Adagio)

Weitere Interpreten:
Margaret Price / Agnes Baltsa / Hermann Prey / José van Dam u.a. / Wiener Sängerknaben / Wiener Singverein / Wiener Staatsopernchor / Wiener Philharmoniker, Dirigent: Leonard Bernstein

Label/AN:
Analogphonic / Deutsche Grammoph / LP43016

Format: 3 LP 180g, Box

85,00 €

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Rezension:

Die Symphonie der Tausend: Das gewaltigste Werk in Gustav Mahlers symphonischen Schaffen. Sie verlangt ein erweitertes Orchester (vor allem in der Bläser- und der Perkussions-Sektion), nicht weniger als acht Vokal-Solisten und nicht weniger als drei komplette Chöre. Es war einst die Symphonie, mit der Leonard Bernstein im Jahre 1962 seinen bahnbrechenden ersten Zyklus begann, und sie hätte es sein sollen, mit der er seinen zweiten beenden wollte. Doch es sollte bekanntlich nicht sein: Zwar waren alle gewaltigen organisatorischen Hindernisse beseitigt, der Aufnahmetermin war festgelegt, doch unmittelbar davor hörte das Herz des Dirigenten auf zu schlagen. Um den zweiten Zyklus doch noch zu vervollständigen, erinnerte man sich einer weiland auch gefilmten Aufführung der Salzburger Festspiele aus dem Jahre 1975, immerhin in durchaus aufsehenerregender Besetzung. Natürlich ist dies eine "reine" Liveaufnahme, anschließende "Re-Takes" zur Nachbesserung einzelner Passagen waren in diesem Falle nicht möglich, und ja, es gibt Stellen, an denen man das merkt – es dürfte kaum möglich sein, dieses Monster von einer Symphonie in voller Länge ohne eine einzige Unebenheit zur Aufführung zu bringen. Es ist aber unerheblich, denn die Spannung einer ungefilterten Live-Aufnahme nimmt einen von Anfang an gefangen. Und was das Ensemble hier leistete, ist schon fast übermenschlich (wenn wir hier ins Detail gehen, werden wir kein Ende finden). Sicher unterscheidet sich die Aufnahme auch dem Wesen nach von den zehn bis 15 Jahre später entstandenen, eine würdige Vervollständigung des Zyklus' ist sie aber gewiß – zumal mit dem vorangestellten "Adagio" der Zehnten (Bernstein hatte es stets abgelehnt, die posthum vervollständigte Symphonie komplett aufzuführen), ebenfalls ein Live-Mitschnitt aus den Mittsiebzigern (Oktober 1974, Konzerthaus Wien) gleich noch ein weiteres bedeutendes Bernstein-Mahler-Dokument seine Schallplattenpremiere erlebte! (1991/2017)

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