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Johann Sebastian Bach

Die Kunst der Fuge

Weitere Interpreten:
Zhu Xiao-Mei, Klavier

Label/AN:
Accentus Music /  ACC40308

Format: 2 LP 180g

41,50 €

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Rezension:

Die bewegte Biographie der Chinesin (Jahrgang 1949) führte sie von von Maos Arbeitslagern über die USA (wo sie erst ihre pianistische Ausbildung abschloß, dann vor allem unterrichtete) schließlich nach Paris, wo sie 1994 ihre eigentliche Karriere begann – in deren Mittelpunkt stets das Schaffen Johann Sebastian Bachs stand. Bald schon galt sie als eine der bedeutendsten lebenden Interpreten von dessen Werk, ihre Aufnahmen u.a. des "Wohltemperierten Klaviers" und der "Goldberg-Variationen" sorgten für begeisterte, wenn nicht ergriffene Kritiken. Für ihre Aufnahme der "Kunst der Fuge", jenes Gipfel- und Endpunkts dieser musikalischen Form, fuhr Zhu nach Leipzig, um dem Geist des Schöpfers dieser Musik näher zu sein. Das mag man belächeln – aber nur, wenn man Zhus durch und durch spirituelle Herangehensweise an Bachs Musik nicht kennt. Tatsache ist, daß sich vielleicht noch nie ein Mensch so tief in diese Musik versunken hat, und Zhu bei dieser Meditation (denn darum handelt es sich) zuzuhören, ist eine Art religiöses Erlebnis – selbst für überzeugte Atheisten. Ohne Klischees bemühen zu wollen – diese Aufnahmen haben sehr viel mit Zen-Buddhismus zu tun. Zhu führt uns auf den Grund, zur absoluten Essenz Bachscher Musik. Deren aberwitzige Komplexität – gerade in diesem Abschlußwerk – man vollkommen vergißt, so absolut klar und sicher führt Zhu durch dieses Labyrinth der Kontrapunkte. Und wenn sie in dem Moment abbricht, in dem Bach Ende Juli des Jahres 1750 der Stift aus der Hand fiel, erwartet man fast, mit Zhu durch dieselbe Tür zu gehen, die sich damals für den Komponisten öffnete. Überirdisch. (2015)

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