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Jake Bugg

Hearts That Strain

Label/AN:
EMI / 5788435

Format: LP

24,00 €

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Rezension:

Nur ein Jahr nach seinem dritten Album legt der 23jährige Songwriter schon das nächste vor – und es bedeutet einen gewaltigen Schritt nach vorne. Oder, stilgeschichtlich betrachtet, eigentlich zurück. Denn hatte sich der junge Brite (der seine Karriere ja als Folk Singer im klassischen Sinne begonnen hatte) zuletzt auch vorsichtig in zeitgenössischen Gattungen ausprobiert, so findet sich hier kaum etwas, was auf eine Entstehung nach 1972 hindeutet. Wie so oft in der jüngeren Popgeschichte ist es die Art der Zusammensetzung, die das Album zu etwas Besonderem macht und es über bloße Retro-Seligkeit hinaushebt. Merseybeat, früher Westcoast-Folk Rock, britischer Edel-Pop, gelegentlich eine Prise Mittsechziger Garagenpsychedelia. Das Beste aus British Invasion und der Wiedergeburt der amerikanischen Rockmusik nach Dylans Elektrifizierung; die Walker Brothers und Burt Bacharach sind in diesen elf großartigen Songs ebenso präsent wie die Byrds oder Buffalo Springfield, und Phil Spector schickt ebenfalls eine Grußkarte. Dan Auerbachs Produktion kann man nur als kongenialisch bezeichnen; jeder Song hat sein maßgeschneidertes Arrangement, in dem Buggs jungenhafte Stimme bestens zur Geltung kommt. Ein üppiges, aber niemals klebriges Pop-Großwerk, mit dem Buggs Möglichkeiten als Künstler sich geradezu potenziert haben: Wer so etwas kann, kann alles. (Eigentlich hätte er ja die richtige Stimme für ein Philly Sound-Album… zum Beispiel…) (2017)

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