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Jamie Saft / Steve Swallow / Bobby Previte with Iggy Pop

Loneliness Road

Label/AN:
Rare Noise Records / RN077LP

Format: 2 LP 180g

29,00 €

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Rezension:

Richtig gelesen: Iggy Pop. Doch dazu später, denn dies ist vor allem ein Trio-Album: Es ist das Trio des John Zorn-Pianisten Jamie Saft, besetzt mit dem ebenfalls eng mit der Zorn-Clique verbundenen Drummer Bobby Previte und Bass-Legende Steve Swallow. Es ist nach dem herausragenden 2014er Album "The New Standards" bereits die zweite Veröffentlichung dieser Formation; man staunt aber immer noch über die Subtilität, mit der hier vorgegangen wird. Saft erweist sich einmal mehr als großer Lyriker auf der Tastatur, der die Leichtigkeit eines Horace Silver mit der Sensibilität eine Bill Evans vereinen kann. Swallows wieder wunderbar federnder, oft geradezu singender elektrischer Bass ist die ideale Basis für ein Album, auf dem das lyrische Element noch weit mehr im Vordergrund steht als auf dem Vorgänger. Was nun umso neugieriger darauf macht, wie ausgerechnet Ur-Punk Iggy Pop – er singt auf drei der zwölf Nummern – da hineinpassen soll. Nun, man mag es glauben oder nicht: Er paßt. Man hat sein zerschossenes Organ vermutlich noch nie so zärtlich gehört wie im Titelsong; in "Don't Lose Yourself" klingt er wie Leonard Cohens verwahrloster Cousin – gebrochen, aber würdevoll. Und im abschließenden "Everyday" erreicht er eine schmerzhafte Intensität, die an die späte Billie Holiday denken läßt. Auch ohne diese drei Songs wäre dies ein großartiges Album. Aber Iggy Pops mit großzügigen Abständen über das Programm verteilte Beiträge machen es tatsächlich zu etwas Einzigartigem… (2017)

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