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Label/AN: American Myth / AMYTH005
Format: LP
Sirenengesang hat Konjunktur! In jüngerer Zeit besonders verzaubernd waren die Isländerin Ólöf Arnalds und, gleich zu dritt, Mountain Man aus Vermont. Tristen Gaspadarek hat auch eine dieser betörenden, fast hypnotisierenden Stimmen. Sie stammt aus Chicago und kam jüngst nach Nashville, wo die ortsansässige Konfektionsmaschinerie sie glattbügeln wollte – was aber gottlob mißlang. Das dort trotzdem entstandene Album (immerhin leben in der Ecke ja ein paar ganz brauchbare Musiker, das kann man ausnutzen) ist überhaupt nicht glatt, sondern zeigt Charakter in jeder Note und enthält einen eigenen, authentischen Country/Folk-Entwurf, der sehr tief in der Tradition wurzelt – da sind Songs, die klingen, als müßten sie jahrhundertealtes Volksgut sein, andere sind lupenreiner Rockabilly; alle klingen letztlich zeitlos – und alle sind, wiewohl so vertraut scheinend, Tristens eigene Songs. Frappierend ist die Natürlichkeit, mit der Tristen ihre Lieder transportiert, und wenn dann auch noch eine Caitlin Rose Background-Harmonien beisteuert, ist man ihr chancenlos verfallen. Diese Platte gibt man nicht mehr her… (2011)
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