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Label/AN: Invada Records / INV100LP
Format: 2 LP
Portisheads Geoff Barrow hat sich hier mit zwei weiteren Musikern (Bassist Billy Fuller und Keyboarder Matt Williams) zusammengetan, um mal ganz anders zu arbeiten, als man's von ihm kennt: Statt monate- bis jahrelanger Produktionsarbeit eine beinahe Live-im-Studio-Aufnahme ohne Overdubs (Elektronik ist aber erlaubt), das ganze Ding war nach 12 Tagen im Kasten. Die Hauptbestandteile: Krautrock, Dub und – – die Beach Boys. Klingt äußerst seltsam, erinnert aber letztlich doch an Barrows Stammband. Nicht von der Ausführung her, aber von der Atmosphäre: Düster, dräuend, bedrohlich. Wirklich befremdlich ist, wie zeitlos diese Musik klingt: Man könnte sich gut vorstellen, die Platte sei das Produkt einer obskuren und ziemlich schrägen Formation so um 1971, oder einer New Yorker Undergroundband der Klasse von '77. Wie hier Bass- oder Keyboard-Drones auf Gesangs- oder Instrumentalharmonien treffen, die wirklich oft an Brian Wilson anno '66 denken lassen – das hätte eigentlich längst schon jemandem einfallen müssen, so beeindruckend ist die Wirkung. Eine der eigenwilligsten Platten des vergangenen Jahrzehnts… (2009)
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