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Mississippi Fred McDowell

I Do Not Play No Rock'n'Roll

Label/AN:
Pure Pleasure / Capitol / PPANST409

Format: LP 180g

25,50 €

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Rezension:

In seiner Eingangs-Ansprache (bei der einen die pure Ausstrahlung des Mittsechzigers glatt umbläst, bevor der auch nur einen Takt Musik macht) stellte Fred McDowell ganz bewußt klar, daß er gleich keinen Rock'n'Roll spielen würde: Er hatte schon viele Kollegen sich an den Zeitgeschmack anpassen sehen, und die Tatsache, daß er hier erstmals elektrisch spielte und darüber hinaus von einer weißen Rhythmus-Sektion begleitet wurde, würde ihn ähnlichen Vorwürfen aussetzen (die unglaublicherweise von einigen Fundamentalisten auch allen Ernstes kamen). Doch was dann folgt, läßt keinen Zweifel an seinen Worten. Der alte Mann spielt den Blues – und fegt sie alle vom Platz. Seine mit Bottleneck gespielte Gitarre klingt wie eine Naturgewalt, ganz ohne Effektgeräte, und er muß seine Stimme nicht erheben, um ein Publikum beliebiger Größe im Griff zu haben. Es ist der Blues, den er ein halbes Jahrhundert gespielt und gelebt hat – und den er zu Beginn der zweiten Seite noch einmal erläutert (wobei man einiges lernen kann). Auch hier: Gänsehaut, nur durch die Stimme. Eines der wichtigsten Dokumente eines großen Mannes – leider auch eines der letzten, denn Fred McDowell erlag drei Jahre später einer Krebserkrankung. Eines der Alben, mit denen man späteren Generationen den Blues erklären kann. Es spricht für sich, hier sogar im Wortsinne. (1969/2009)

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