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Label/AN: Mute / STUMM272
Format: LP 180g
Man könnte natürlich, wenn man ein ganz böser Mensch ist, von einer verspäteten Midlife-Crisis sprechen (Nick Cave ist mittlerweile fast 50). Aber man könnte – und sollte – auch ganz einfach anerkennen, daß die abgespeckte Version der Bad Seeds (mit Marty Casey, Warren Ellis und Jim Sclavunos), die hier als Grinderman firmiert, einfach eine sagenhafte, muskulöse, dreckige Rockband ist und Cave hier Gift & Galle spuckt wie seit alten Birthday Party-Tagen nicht mehr. Nicht ohne Selbstironie, was das Album denn auch deutlich von langweiliger Rock-Kraftmeierei unterscheidet: Man muß schon über sich selbst lachen können, wenn man den „No Pussy Blues“ singt. Cave, der ja längst seine Underground-Tage hinter sich hat und zum Establishment der Songwriting-Zunft aufgestiegen ist, hatte offenbar Lust auf eine nicht artifizielle Platte, ein Ventil. Und genauso klingt das Grinderman-Album auch, daraus zieht es seine Glaubwürdigkeit. Den Spaß, es einfach mal wieder richtig krachen zu lassen – den kann man hier an allen Ecken hören. – Übrigens auch in klanglicher Hinsicht ein Highlight: Macht richtig schön Druck… (2007)
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