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Label/AN: Sundaybest / SBESTAL44
Format: 8 x 10“, 78 UPM + Download
Das Reifezeugnis! Auf dem selbstbetitelten Debüt (2008) spielte das Geschwistertrio aus London, damals noch minderjährig, noch Original-Songs (möglichst obskure allerdings) aus der Ära, die es so unglaublich gut und lebendig zu reproduzieren wußte: den späten 50ern. So unüberhörbar war das Talent der drei, daß wohl niemand ernsthaft mit einer Eintagsfliege rechnete – der Nachfolger gerät nun trotzdem zur Überraschung. Denn der zeigt, daß die jungen Durhams ihre Zukunft nicht darin sehen, von einem Rockabilly-Festival zum nächsten zu tingeln. „Smoking In Heaven“ besteht nicht nur komplett aus eigenen Songs, die ziemlich hitverdächtig klingen, es bedeutet auch eine deutliche stilistische Weiterentwicklung. Früher Rock‘n‘Roll ist immer noch tragender Eckpfeiler, der Sound immer noch (dank Lewis Durhams auf zahlreichen Flohmarkt-Feldzügen zusammengetragenem Vintage-Equipment) Original 1956 – aber die Band (in der auch die Eltern Graeme Durham und Ingrid Weiss mitspielen) erlaubt sich einige stilistische Ausflüge. Vor allem zum frühen Ska, was nicht nur wegen der Teilnahme der Trompetenlegende Eddie „Tan Tan“ Thornton ziemlich großartig klingt! „Don‘t Make A Fool Out Of Me“ ist schwarzer Chicago Blues, „Messing With My Life“ bringt gar eine überraschende Funk-Note in die 50‘s-Ästhetik ein – das Ergebnis ist eine der unwiderstehlichsten Tanznummern seit Jahren. Und das dank Lewis‘ Röhrenpark auch noch in einem Sound, der schon in der normalen LP-Variante manch audiophile Edelscheibe vom Platz bläst. Die acht 25cm-Scheiben (verpackt in ein Album zum Blättern wie einst in der Schellack-Ära) spielen allerdings auf atemberaubenden 78 Touren: Phänomenal. Wohl dem, der‘s abspielen kann…! (Einen Bonustrack enthält diese selbstredend streng limitierte Sonderedition auch noch!) (2011)
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