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Ja, Panik

DMD KIU LIDT

Label/AN:
Staatsakt / AKT715LP

Format: 2 LP

21,00 €

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Rezension:

The return of Diskurspop. Der Titel des vierten Albums der inzwischen nach Berlin gezogenen Österreicher läßt keinen Zweifel: "Die Manifestation des Kapitalismus in unserer Gesellschaft ist die Traurigkeit". Ja, Panik-Vordenker und Sänger Andreas Spechtl gibt dabei das fehlende Glied zwischen Jochen Distelmeyer und Falco, wobei die englisch-deutschen Mischtexte hier vielleicht sogar besser funktionieren als einst beim großen Landsmann der Band. Wir wollen, wiewohl Superlativen bekanntlich nicht abgeneigt, vorsichtig sein, auch wenn einige Feuilletonisten euphorisch vom besten deutschsprachigen Album der letzten 15 Jahre sprechen: So weit lehnen wir uns dann doch nicht aus dem Fenster. Zu den besten zählt das Werk aber gewiß. Nicht nur aufgrund der Qualität der Texte, sondern auch darin, wie Musik und Wort hier zusammengehen. Ja, Panik haben die Blumfeld-Meßlatte da ein gutes Stück höher gehängt. Die Songs sind wie in deren Spätwerk kein bißchen sperrig, sondern zwar anspruchsvoll, aber  eingängig, unbedingt Pop-kompatibel. Spechtl hat den Schmäh und die Wut weitgehend abgelegt und dafür den Blues erfahren. So klingt er zwar sanfter denn zuvor, doch nicht unbedingt versöhnlicher. Und unbedingt intensiver denn je! (2011)

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