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Beck

Colors

Label/AN:
Capitol / 5717680

Format: LP + Download

31,50 €

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Rezension:

Es mutete wie ein Witz an: Für sein im Grunde konservatives, melancholisches (dabei durchaus popaffines) Songwriter-Album "Morning Phase" bekam der seltsamste Popstar, den die 90er hervorgebracht hatten, den Grammy für das Album des Jahres, an der (darob wenig amüsierten) Konkurrenz von Beyoncé und Kanye West vorbeiziehend. Der Nachfolger baut, ganz Beck, natürlich überhaupt nicht darauf auf. Sondern ist so ziemlich das Gegenteil, nämlich ein farbenfrohes Stück Elektropop, das weniger an irgendetwas aus seiner bisherigen Diskographie erinnert als an die Platten der bei der Grammyverleihung leer ausgegangen Kollegen aus der Dance-Pop-Sparte. Tatsächlich ist "Colors", gemeinsam mit Greg Kurstin (u.a. Adele) produziert, Becks wahrscheinlich am professionellsten klingendes, poliertestes Album bislang. Dabei gänzlich ohne Fremd-Samples entstanden, alles wurde neu eingespielt. Querverweise auf die Popgeschichte gibt's natürlich dennoch zuhauf; nicht immer so offensichtlich wie in der Police-Hommage "No Distraction". Ob es seine Absicht war, der besagten Grammy-Konkurrenz mal auf deren eigenem Terrain zu begegnen, darf allerdings bezweifelt werden: Dafür ist das 47jährige Spielkind weder ehrgeizig noch wettkampforientiert genug. Hier ging's ihm vor allem um den Spaß an der Sache. (2017)

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