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Jamie Cullum

The Pursuit

Label/AN:
Decca / 2720776

Format: 2 LP 45 UPM

27,50 €

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Rezension:

"Mixtape" heißt ein Song in der Mitte des Albums, und das ist programmatisch. Der Sänger und Pianist zeigt hier, was er alles kann – und hat daraus eine Art klug zusammengestellten Sampler gemacht. Der beginnt mit einem klassischen Big Band-Arrangement (vom Veteranen Frank Foster) von "Just One Of Those Things". Cullum bringt den Standard mit Selbstbewußtsein und einer gewissen Schnodderigkeit; Vergleiche mit den Großen von Bennett bis Sinatra braucht er nicht zu fürchten – er kann's! Und zwischendrin zeigt er am Klavier, daß er seinen Monk auch gefressen hat. Danach aber entführt er uns ins Pop-Land, wo er sich genauso gut auskennt, und reiht sich ganz mühelos in die Reihe der großen Klavier-Songwriter von Elton John über Billy Joel bis Ben Folds ein. In "If I Ruled The World" würzt er eine 70er-Soul-Ballade mit Keith Jarrett-inspiriertem Klavierspiel, und die Begegnung funktioniert einwandfrei (was der als ziemlich humorfrei geltende Jazz-Star wohl davon hält?). Im weiteren Verlauf des Albums führt er noch Rihannas "Don't Stop The Music" heim (und gibt nebenher grinsend den Michael Jackson), gibt den Balladier alter Schule ("I Think, I Love"), zeigt in "We Run Things" der R'n'B-Elite, wo der Hammer hängt, zitiert hier Disco, dort den Soul Jazz der 60er – und er gewinnt immer; von den vielen Rollen, in die Cullum hier schlüpft (mindestens zwei pro Song), ist keine dabei, die man ihm nicht glaubte. Und unterm Strich gibt alles zusammen auch noch ein Album, und zwar ein äußerst unterhaltsames! Es war zwar schon bei seinen früheren LPs prägend, aber hier tritt es mehr denn je zu Tage: Jamie Cullum ist kein Popmusiker, der sich an Jazz versucht, sondern ein Jazzer, der Popmusik liebt. Das macht offenbar einen Unterschied ums Ganze! (2009)

 

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