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Label/AN: Klimt / MJJ317
Format: LP 180g
Das offizielle Debüt des Free Jazz-Pioniers erschien 1964 ursprünglich nur in Dänemark, wo Ayler schon zwei Jahre zuvor als Mitglied von Cecil Taylors Band für Aufregung gesorgt hatte. Trompeter Norman Howard wurde dafür aus Aylers Heimatstadt Cleveland eingeflogen; die Rhythmussektion lieh er sich bei Taylor (Drummer Sunny Murray und Bassist Henry Grimes; letzterer wird allerdings auf zwei der vier Tracks von dem wenig bekannten Earle Henderson vertreten). Es gibt Anekdoten, wie unvorbereiteten Zuhörern bei Ayler-Auftritten vor Schreck das Bierglas aus der Hand fiel – man kann das nachvollziehen: Selbst im direkten Vergleich zu anderen Genrepionieren in jenen Jahren (Coltrane, Coleman) klingt diese Musik radikal. Wer hinhört, wird aber die tiefe Spiritualität darin erkennen (die Titel sind nicht zufällig gewählt: "Saints", "Holy, Holy", "Spirits" sowie als Gegengewicht "Witches And Devils"!) – und die nahe Verwandtschaft mit den Wurzeln, dem ganz frühen New Orleans-Jazz, die Ayler selbst audrücklich betonte. Ungebrochen faszinierende Musik, hier als sauber produzierte Reissue des französischen Klimt-Labels (Originale sind kaum bezahlbar). (1964/2011)
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