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Weitere Interpreten:Clifford Curzon, Klavier / London Symphony Orchestra, Dirigent: George Szell
Label/AN: Original Recordings Group / Lond / ORG103
Format: 2 LP 180g, 45 UPM
Es war das große Talent des britischen Klavier-Intellektuellen und Anti-Stars Clifford Curzon, sich in die Persönlichkeit eines Komponisten hineinzuversetzen, seine Klangsprache anzunehmen. Man kann das sehr schön nachvollziehen anhand dieser Sternstunde aus dem Decca-Katalog, wenn das Klavier einsetzt: Wer da spielt, ist das Gegenteil eines selbstdarstellenden Virtuosen, und man hat das Gefühl, einen Blick auf das Wesen Brahmsscher Musik an sich zu erhaschen. In George Szell, der sich um jene ebenfalls immer wieder besonders verdient gemacht hat, hatte Curzon hier einen Traumpartner… Für Szell war dies im übrigen eine seiner leider seltenen "Ausflüge" zur Decca und damit einer der wenigen auch in klanglicher Hinsicht überragenden Aufnahmen, die dieser große Dirigent hinterlassen hat. In bezug auf Klang setzt auch dieser von Bernie Grundman gemasterte 45-UPM-Umschnitt neue Maßstäbe: Die rollenden Pauken zu Beginn des ersten Satzes machen jeden weiteren Hörvergleich überflüssig. Und der Nuancenreichtum von Curzons Tongebung wird hier offenbarer denn je. Den schmerzenden Schnitt inmitten des ersten Satzes muß man dafür eben hinnehmen. (1963/2011)
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