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Weitere Werke:Paul Hindemith: Violinkonzert
Weitere Interpreten:David Oistrach, Violine / London Symphony Orchestra, Dirigenten; Jascha Horenstein und Paul Hindemith
Label/AN: Original Recordings Group / Lond / ORG107
Format: 2 LP 180g, 45 UPM
Gleich zwei Violin-Sternstunden finden sich auf diesem Album (als Decca SXL 6035 auch auf 33 Touren im Speakers Corner-Programm!). Zum einen ist das eine "Schottische Fantasie", die der sprühenden Virtuosität der Heifetz-Aufnahme ebenso entgegengesetzt ist wie der an Selbstaufgabe, wenn nicht Wahnsinn grenzenden Intensität der Rabin-Einspielung: Oistrach und Horenstein verleihen dem Werk einen äußerst lyrischen Charakter, der diese Aufnahme ebenso unverzichtbar macht wie die der beiden charakterlich so anderen Kollegen. Der bitter-süße, dabei stets sehr feste Ton des großen Russen prägt auch das Wesen des Hindemith-Konzertes, das zum Zeitpunkt der Aufnahme noch nicht oft auf Schallplatte eingespielt worden war (älter ist meines Wissens nur die Gitlis-Aufnahme). Vom vergleichsweise harschen Charakter, der mit der Musik Hindemiths in der Regel verbunden wird, ist hier nichts zu spüren – im Gegenteil, es scheint, als sei der verborgene Romantiker in ihm zum Vorschein gekommen; das Konzert erweist sich als eines der emotional intensivsten seiner Ära. Interessant dabei ist, daß die Tempi auch viel breiter angelegt sind, als es in der Partitur steht – obwohl doch der Komponist selbst auf dem Podium steht! Schon in einer Rezension der Erstausgabe mutmaßte der Kritiker, der Komponist sei womöglich vom Solisten hypnotisiert worden… – Daß Oistrachs Ton wohl noch nie zuvor derart detailliert und intensiv auf Schallplatte reproduziert wurde wie auf diesem 45er-Umschnitt, dürfte sich inzwischen von selbst verstehen. Es ist dies – in bezug auf beide hier zu hörende Werke – aber nicht nur eine Sache des audiophilen Vergnügens: Es geht um Eindringlichkeit…! (1963/2012)
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