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Antonin Dvorak

Symphonie Nr. 9 "Aus der neuen Welt"

Weitere Werke:
Friedrich Smetana: Die Moldau

Weitere Interpreten:
Berliner Philharmoniker, Dirigent: Herbert von Karajan

Label/AN:
Hi-Q Records / EMI / HIQLP016

Format: LP 180g

24,00 €

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Rezension:

Man kann sagen, was man will: Herbert von Karajan hatte ein eigenes musikalisches Konzept, das er konsequent umzusetzen wußte; das vielleicht nicht immer den Geist des Komponisten traf, aber fast immer zu ästhetisch überzeugenden Ergebnissen führte. Seine erste von etlichen Stereo-Einspielungen der "Neuen Welt" ist dafür fast ein Paradebeispiel: Der Tscheche Karel Ancerl hatte ebenso wie der Ungar Istvan Kertesz in jenen Tagen eine Einspielung des populären Werkes veröffentlicht, die der Seele des böhmischen Komponisten sicher näher war. Dennoch: Die typische Klangschönheit in den lyrischen Passagen, fast weihevoll; die schiere Kraft der Bläsertuttis – man kommt nicht umhin, ihm Recht zu geben, obwohl man weiß, daß es wahrscheinlich ganz anders gemeint ist… Für die "Moldau" gilt im Grunde das Gleiche: Majestätischer ist sie nie geflossen, und das von der Quelle ab! Nicht nur Ferenc Fricsay legte das ganz anders an, und doch: Man ist fasziniert von der fast wagnerschen Wucht; und daß es ausgerechnet hier tatsächlich Parallelen zu bestimmten Instrumentalpassagen im "Ring" gibt, fällt wohl in keiner anderen Einspielung auf…! Faszinierend, immer wieder. – In klanglicher Hinsicht ist die Walter Legge-Produktion, aufgenommen in der Berliner Grunewaldkirche um den Jahreswechsel 1957/58, sowieso über jeden Zweifel erhaben. (1958/2012)

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