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Franz Schubert

Streichquartett G-Dur, D. 887

Weitere Interpreten:
Brandis Quartett

Label/AN:
Orfeo / S007821A

Format: LP

15,00 €

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Rezension:

Das letzte Streichquartett Franz Schuberts war (wie vieles aus seinem Spätwerk) nicht (wie damals üblich) für die Ausführung durch Musik-Amateure (im Sinne von Liebhabern, nicht Anfängern) bestimmt – sondern spiegelt allein die künstlerische Vision seines Schöpfers wider; und man kann kaum umhin, nicht von einer Art Botschaft für die Nachwelt zu sprechen: Sowohl im Umfang des Werkes wie in seiner harmonischen Struktur wird hier bis weit in die Spätromantik hinein vorausgegriffen. Zu seiner Entstehungszeit muß der stetige Wechsel zwischen Dur und Moll in erster Linie Unverständnis ausgelöst haben; die faszinierende, erschütternde Wirkung, die dieses Werk hat, kann der todkranke Komponist sich höchstens erhofft haben. Das Berliner Quartett um den Violinisten Thomas Brandis nahm das Mammut-Quartett (hier über 50 Minuten lang) 1981 auf – die niemals nachlassende Spannung macht das prophetische Werk auch für den Hörer zur tour de force. Kammermusik kann so viel dramatischer sein als Symphonik… – Restbestand der Originalausgabe. Die Pressung an sich ist makellos; doch haben die Platten sich (bedingt durch die straffe Schutzfolie – das Einschweißen ist eben doch keine gute Idee) teilweise verzogen. Also nichts für Laufwerke mit Welligkeits-Problem. (1981)

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