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Weitere Werke:Frédéric Chopin: Sonate Für Violoncello und Klavier op. 65
Weitere Interpreten:Janis Starker, Cello - Gyorgy Sebök, Klavier
Label/AN: Speakers Corner / Mercury / SR90320
Format: LP 180g
Vom Finalsatz abgesehen spiegelt nichts in Mendelssohns zweiter Cello-Sonate aus dem Jahre 1843 den Stress wieder, dem der Komponist damals ausgesetzt war zwischen seiner Tätigkeit für den König von Preussen und der Gründung des Leipziger Konservatoriums. Das Werk entstand für seinen Cello-spielenden Bruder Paul, und die Momente der Besinnung und der Ruhe überwiegen. Wie jene Sonate zählt auch die Cellosonate Chopins zum Spätwerk des jeweiligen Komponisten (was freilich relativ zu verstehen ist, da beide bereits mit Ende 30 starben). Es ist eines von drei Werken Chopins für diese Besetzung und gilt als sein letztes Hauptwerk. Anders als in den Klavierkonzerten ist die Balance zwischen den beiden Parts hier perfekt hergestellt; das Cello ist Chopins Stamminstrument hier gleichgestellt. Es ist hörbar ein reifes Werk, dem späten Mendelssohn oft näher als dem jungen Chopin (wiewohl dessen Handschrift unüberhörbar ist) und aufgrund dieser Verwandtschaft natürlich bestens geeignet für ein Miteinander auf Schallplatte. Ihr nachdenklicher Charakter wird von Janos Starker, der sich selbst nie als Virtuose verstand, und seinem nicht minder hervorragenden Partner Gyorgy Sebök, sehr schön betont (man kann diese Werke auch wesentlich 'romantischer' interpretieren). ? Die klangliche Seite dieser Reissue ist ebenfalls kaum kritisierbar. Es muß allerdings vermerkt werden, daß das 1962er Masterband die Zeiten nicht gänzlich unbeschadet überdauert hat, ein Grundrauschpegel ist nicht zu leugnen und im ersten Satz des Chopins muß man mit zwei (freilich minimalen) 'Dropouts' leben. Wir halten es indes für so lobens- wie begrüßenswert, daß Speakers Corner sich dennoch für die Produktion dieser Kammermusik-Pretiose entschieden hat?! (1962/2008)
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