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Label/AN: Bananastan / B3300
Format: LP 180g
Die Rolle des Arrangeurs wird in der Pop-Musik gerne unterschätzt (und meist entsprechend vergütet), dabei sollte es sich seit den Tagen der Beach Boys und der Beatles doch herumgesprochen haben: Das Arrangement ist die Seele des Songs. Der größte Meister dieser Kunst ist seit etwa einem halben Jahrhundert ein kleiner, humorvoller und bescheidener Mann mit dicker Brille: Van Dyke Parks. Was Gil Evans für den Jazz war, ist Parks für den Pop. Einige der bedeutendsten Album-Kunstwerke der Geschichte, von Brian Wilson bis Joanna Newsom, würden ohne seinen Anteil in sich zusammenfallen. Eine Handvoll überragender Alben erschienen unter seinem eigenen Namen, doch seinen Lebensunterhalt bestritt Parks letztlich mit Arbeiten für Kollegen. Wobei ein Parks-Arrangement (wie diese Sammlung sehr schön belegt) stets sofort als solches erkennbar ist. Hier finden sich neben äußerst seltenen eigenen Frühwerken (wie seiner ersten, auf MGM erschienenen Single) etliche durchweg großartige Beispiele seiner Kunst: Für den Beau Brummel Sal Valentino, für Arlo Guthrie, Dino Martin, Bonnie Raitt, The Mojo Men, Ry Cooder sowie Lowell George mit und ohne Little Feat. Daß das Album eben nicht wie ein Sampler wirkt, sondern wie ein Konzeptwerk mit verschiedenen Sängern, zeigt deutlich das Gewicht von Parks' Anteil an diesen Songs. Wer bei Popmusik nicht nur berieselt werden will, sondern gerne hinter die Fassade hört und Freude an musikalischen Details hat, der ist der geborene Van Dyke Parks-Fan… Und da ein Mensch, der diese Details erfindet, selbstredend einen gewissen Wert auf Aufnahmetechnik (analoge natürlich!) legt, damit man die dann auch hören und nachvollziehen kann, klingt dieses Album auch durchweg vorzüglich. Die Vinylausgabe (auf Parks' eigenem Label erschienen) ist obendrein makellos gefertigt, und auch das Cover ist optisch wie haptisch dem Inhalt angemessen: Im Wortsinne ein Spitzen-Produkt…! (2011)
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