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Holly Cole

Holly Cole

Label/AN:
Tradition & Moderne / TM1039

Format: LP 180g

21,50 €

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Rezension:

Ein Bass-Saxophon ist eine eher seltene Erscheinung, was eigentlich seltsam ist, denn es hinterläßt immer einen bleibenden Eindruck. So auch „The House Is Haunted By The Echo Of Your Last Goodbye“, einem wenig bekannten Song aus den 30ern, der diese phantastische Songsammlung eröffnet. Die von Coproduzent Greg Cohen zusammengestellte Band ist aber auch abgesehen von Scott Robinson (der das Riesen-Horn bläst) atemberaubend gut. Daß Holly Cole eine der größten Sängerinnen der Gegenwart ist, muß man niemandem mehr verraten, doch dieses bewußt selbstbetitelte Album ist selbst für ihr Level bemerkenswert, und das hat es nicht nur Coles Stimme, sondern zum Beispiel auch dieser erlesenen Bläsermannschaft zu verdanken. „Charade“ (ja, der Mancini-Klassiker!) oder „Alley Cat Song“ erfahren da noch einmal ziemlich definitive Interpretationen. Wobei es auch sehr große Momente mit ganz kleiner Besetzung gibt: Antonio Carlos Jobims „Waters Of March“ hat man selten so intensiv erfahren dürfen, und Irving Berlins „Be Careful, It’s My Heart“ – nur mit Aaron Davis’ Klavierbegleitung – ist ein kleines Lehrstück für Song-Gestaltung, das sich die ganzen Kolloratur-Hühner aus der R’n’B-Branche mal gründlich zu Gemüte führen sollten… Die folgende Version des Cole Porter-Standards „It’s Allright With Me“ läßt kein Körnchen Staub auf der so alten wie vielgespielten Nummer (und wieder: grandiose Bläser!). Die Platte hätte eine Song-für-Song-Rezension verdient, und den Klang sollte man auch noch ausführlich abfeiern… Aber man kann sich ja auch kurz fassen. Also: Muß man haben – Punkt. (2007)

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