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Label/AN: Venus Records / VHJD5
Format: LP 200g
Von allen Pianisten in der Bill Evans-Nachfolge ist Richie Beirach wohl doch der bemerkenswerteste: Ein Musiker, der einerseits kein Risiko scheut, dem avantgardistische Tendenzen keineswegs fremd sind, der aber auch innerhalb abenteuerlicher Harmonien stets ein Lyriker bleibt. Seelenverwandt vielleicht mit einem Jazzer wie Jimmy Giuffre, der ebenfalls jederzeit Free Jazz und Poesie zusammendenken konnte. So ist auch die hier vertonte Sommernacht alles andere als Background-Jazz. Das erkennt man schon anhand der Titelauswahl: Wer gleich drei Miles Davis-Klassiker ("Milestones", "So What" und "All Blues") ins Programm einer einzigen Platte nimmt, muß wirklich was zum Thema zu sagen haben. Beirach hat, und trotz solch kongenialer Ideen zu diesen und den vier übrigen Stücken des Albums gelingt es ihm, eine Stimmung zu kreieren, die dann doch zum Titel paßt. Kein leichter Balanceakt… – Auch diese Venus-Aufnahme ist technisch in jeder Beziehung überragend! (2008)
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