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Weitere Interpreten:Houston Symphony Orchestra - Dirigent: Leopold Stokowski
Label/AN: Classic Records / Everest / SDBR3069
Format: LP 200g
Stokowski und Bartók? Gewiß, der große Klangzauberer ist für seine Einspielungen des romantischen Repertoires bekannter, auch für seine (wenig werktreuen, doch immer beeindruckenden) Bach-Bearbeitungen. Vergessen wird heute oft, daß dies der Mann ist, der Strawinskys „Sacre“ und Alban Bergs „Wozzeck“ nach Amerika brachte (während der geschichtsträchtigen Ära, als er dem Philadelphia Orchestra vorstand). Gegen solches Repertoire ist Bartóks „Konzert für Orchester“ vergleichsweise konservativ, auf jeden Fall zugänglicher. Natürlich ist dies etwas ganz anderes als die berühmte Reiner-Aufnahme (RCA LSC-1934): Wo der Landsmann des Komponisten aus der für ihn typischen Strenge heraus eine ungeheure Spannung aufbaut, klingt das Werk bei Stokowski wesentlich blumiger – und das ist in diesem Fall ein durchaus legitimer Interpretationsansatz. Schließlich verstand der Folklore-Forscher Bartók sich selbst mehr als Traditionalisten denn als Neuerer; eine Lesart wie die hier zu hörende, die diese Verbundenheit betont, kommt solchem (Selbst)verständnis entgegen. Keinesfalls wollte man auf Reiners Jahrhundertaufnahme verzichten; sie bleibt erste Wahl. Doch bietet Stokowskis Einspielung eine hochinteressante Alternative, und die Kenntnis dieser beiden Versionen bringt dem Hörer das Werk und den Komponisten sicherlich ein gutes Stück näher. Die klangliche Seite dieser Everest-Aufnahme ist natürlich ohnedies über jeden Zweifel erhaben! (1961/2008)
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