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Weitere Interpreten:Yehudi Menuhin, Violine - Berliner Philharmoniker - Dirigent: Rudolf Kempe
Label/AN: EMI / ASD264
Format: LP 180g
Kein geringerer als Pablo de Sarasate war es bekanntlich, der Brahms’ op. 77 als “Konzert gegen die Violine” verfluchte und sich weigerte, es aufzuführen. Kaum eine Generation später freilich hatte sich das Werk als ein Eckpfeiler der Violinliteratur durchgesetzt und wurde zum Pflichtrepertoire der Geigenelite. Die meisten der großen Violinisten des 20. Jahrhunderts spielten es gleich mehrmals für die Schallplatte ein; Yehudi Menuhin etwa hatte erst wenige Jahre vor dieser seiner ersten Stereo-Aufnahme des Brahms-Konzertes dasselbe unter der Leitung Wilhelm Furtwänglers aufgenommen. Der geschmeidige, schlanke Klang seines Spiels entlarvt die Kritik an Brahms’ Komposition zu deren Entstehungszeit vom ersten Ton an als bloße Polemik, sperrig oder trocken ist gewiß nichts an dieser Musik (was 1958 freilich längst niemandem mehr bewiesen werden mußte). Höhepunkt dieser Einspielung ist Menuhins faszinierend leichtfüßige Bewältigung der von Fritz Kreisler verfaßten Solokadenz des ersten Satzes! – Zweite EMI-Wiederauflage in Koproduktion von Fenn Music (Hamburg) und HiQ Records (London). (1958/2004)
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