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P.I. Tschaikowsky

Streicherserenade op. 48

Weitere Werke:
E. Elgar: Introduction & Allegro For Strings, op. 47

Weitere Interpreten:
Boston Symphony Orchestra - Dirigent: Charles Munch

Label/AN:
Cisco / RCA Living Stereo / LSC2105

Format: LP 180g

45,00 €

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Rezension:

Tschaikowsky schrieb die Streicherserenade fast zeitgleich mit einem seiner erfolgreichsten Werke, der krachenden „1812“-Ouvertüre. Er brauchte den Gegenpol wohl selbst, denn er hielt nicht viel von jenem Brotjob – mit dem er tragischerweise bis heute mehr identifiziert wird als mit den meisten anderen seiner Werke. Die Serenade ist das genaue Gegenteil ihrer effekthascherischen ‘Schwester’: Seinem Ideal Mozart kam Tschaikowsky nur selten näher als hier. Spielerisch, leicht, in strahlendem C-Dur, den Hörer direkt berührend. Diese Intimität findet sich sonst nur in seinen Streichquartetten… Eine ideale Ergänzung ist Elgars „Introduction & Allegro“: Schon in den „Enigma“-Variationen, später in seiner Symphonik hatte der ‘englische Brahms’ seine außerordentliche Begabung für reine Streichersätze bewiesen, die hier gewählte Form – ein Streichquartett als ‘Sologruppe’ gegen das Orchester gesetzt – erinnert an barocke Concerti grossi; die Melodik basiert auf Folk Songs, die der Komponist bei einer Reise durch Wales gehört hatte. In beiden Werken begeistert die federleichte Eleganz der Streichersektion des Boston Symphony Orchestras (nicht umsonst als ‘aristocrat of orchestras’ bezeichnet) immer wieder aufs Neue. Die Klangqualität der 1957er Living Stereo-Aufnahme steht ohnedies außer Frage! (1958/2007)

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