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Weitere Interpreten:London Symphony Orchestra - Dirigent: Antal Dorati
Label/AN: Speakers Corner / Mercury / SR90246
Format: LP 180g
Der von litauischen Juden abstammende Aaron Copland (sein Vater wurde noch mit dem Nachnamen Kaplan geboren, den er bei der Auswanderung anglisierte) ist einer der Begründer einer genuin amerikanischen Musik. Immer wieder ließ er sich von Landschaften oder Mythen Amerikas inspirieren – am meisten hat sich das in seinen Balletten niedergeschlagen. Wobei er dem Genre zunächst sehr abgeneigt war; für ihn war das ‘Gebrauchsmusik’. Doch genau die brachte ihm 1945 schließlich sogar den Pulitzer-Preis für Musik ein, für das der Tänzerin Martha Graham gewidmete Ballett „Appalachian Spring“. Auch haben Coplands Ballette die Zeit wesentlich besser überdauert, als der skeptische und selbstkritische Komponist dies für möglich gehalten hätte: Insbesondere die aus den kompletten Bühnenstücken destillierten Orchestersuiten sind längst Standardrepertoire in internationalen Konzertsälen; in den USA zählen sie ohnedies zur Basis in Sachen ‘klassischer’ Musik. Die Farbigkeit und Lebendigkeit seiner immer wieder folkloristische Elemente aufgreifenden Musik kann man in dieser bis heute mustergültigen Einspielung – die ausgerechnet von einem europäischen Orchester nebst Dirigenten stammt! – wunderbar nachhören; das herrlich durchsichtige Klangbild (Aufnahme auf 35mm-Film!) läßt lyrische wie extrem dynamische Passagen gleichermaßen zum Erlebnis werden. Spitzen-Mercury, als Original ebenso wie in dieser – deutlich günstigeren – Speakers Corner-Wiederauflage. (1961/2007)
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