0Artikel
€ 0,00Betrag
» erweiterte Suche
» erweiterte Suche ausblenden
Artist auch in Rezensionen suchen
- alle Musikstile - POP - POP NEU (227) - POP A-Z (3191) JAZZ - JAZZ NEU (57) - JAZZ A-Z (798) KLASSIK - KLASSIK NEU (20) - KLASSIK A-Z (356) AUDIOPHILES - AUDIOPHILES NEU (108) - AUDIOPHILES POP (558) - AUDIOPHILES JAZZ (596) - AUDIOPHILES KLASSIK (294) AUDIOPHILE CDs - NEUHEITEN (24) - POP (163) - JAZZ (127) - KLASSIK (154) EINZELSTÜCKE - KLASSIK (17) - JAZZ - POP (77) ANTIQUARIAT - POP (44) - JAZZ (8) - KLASSIK (110) ZUBEHÖR (26)
- alle Formate - CD LP 12"/10" 7" Buch Zubehör
Exklusive Angebote, neuste Rezensionen und vieles mehr!
Hier eintragen:
Name
E-Mail
Telefonbestellung
« zurück zur Übersicht »
Weitere Interpreten:University Of Utah Civic Chorale and A Capella Choir - Utah Symphony Orchestra - Dirigent: Maurice Abravanel
Label/AN: Vanguard / VCS10070
Format: 2 LP 200g
Neben Mahlers „Achter“ (die „Symphonie der Tausend“) ist das (übrigens fast 70 Jahre ältere!) Requiem des Vaters der französischen Romantik das wohl beeindruckendste Beispiel für musikalische Gigantomanie. Aufführungen sind schon deshalb selten, weil in den meisten Häusern schlicht kein Platz für die notwendigen Akteure auf der Bühne ist; mal abgesehen von dem Aufwand für zusätzliche Musiker von auswärts. Wird man doch Zeuge eines solchen Spektakels, darf man sich nicht wundern, wenn plötzlich Musik aus unerwarteten Richtungen kommt: Das sind dann die zusätzlichen Bläsersätze, die mangels Platz auf der Hauptbühne in einer Zuschauerloge untergebracht wurden! Probleme dieser Art allerdings hat es bei vorliegender Aufnahme sicher nicht gegeben: Das „Mormon Tabernacle“ auf dem Tempelplatz von Salt Lake City ist für derartige Veranstaltungen ausgelegt, und Maurice Abravanel hatte als erfahrener Mahler-Dirigent auch keine Schwierigkeiten im Umgang mit übergroßen Musikerscharen. So gelingt es ihm, den Fokus vom Bombast der Massenszenen (die natürlich wie stets beeindrucken) immer wieder auf die vielen wundervollen Details der Partitur zu lenken – denn Hector Berlioz wäre Unrecht getan, würde man ihn auf seine Vorliebe für große Besetzungen reduzieren. Er war einer der größten Meister der Orchestrierung in der ganzen Musikgeschichte, außerdem ein (oft unterschätzter) Lyriker mit phantastischem Gespür für zarteste Klangfarben. Man denke an die „scène au champ“ aus der „Symphonie fantastique“ – Ruhepunkte dieser Art sind auch hier zu finden, sie sind für die Balance des Werkes unbedingt notwendig. Es sind gerade diese Momente, Augenblicke scheinbar ganz leicht flirrender Luft, die diese Aufnahme so groß machen, daß sie neben der (noch einmal gut 10 Jahre älteren) Charles Munch-Einspielung für RCA bis heute ihren Referenzstatus hält… – Classic Record-Reissue. (1969/2005)
» Mehr von Hector Berlioz