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Weitere Interpreten:Tossy Spivakovsky, Violine - London Symphony Orchestra - Dirigent: Tauno Hannikainen
Label/AN: Classic Records / Everest / SDBR3045
Format: LP 200g
Tossy Spivakovsky (1907-1998) hatte eine klassische Wunderkind-Karriere hinter sich: Geboren in Odessa, doch aufgewachsen in Berlin, stand er nach frühen Erfolgen (vor allem gemeinsam mit seinem Klavierspielenden Bruder Jascha als Spivakovsky-Duo) mit zarten 19 Jahren den Berliner Philharmonikern als Konzertmeister vor. Den Job gab er nach nur einem Jahr zugunsten seiner Solisten- und Kammermusik-Karriere wieder auf. 1933, während einer ausgedehnten Konzertreise, traf der Violinist die lebensrettende Entscheidung, sich im australischen Melbourne niederzulassen, anstatt nach Nazi-Deutschland zurückzukehren; 1941 folgte der Umzug in die USA, wo er zunächst wieder als Konzertmeister (Cleveland) arbeitete, doch alsbald seine Solistentätigkeit wieder aufnahm. Legendär war seine Bühnenpräsenz – vielleicht liegt es daran, daß überraschend wenig Schallplattenaufnahmen entstanden. Seine Aufnahmen vor allem des Sibelius- und des Tschaikowsky-Konzertes (beide für Everest) sind wohl sein bedeutendstes Vermächtnis, in denen sein ungewöhnlicher (die Phrasierung!), doch höchst eleganter eigener Stil und Ton (Spivakovsky spielte eine 1721er Stradivari) sehr schön zur Geltung kommen. Diese beiden LPs sind bedeutende Dokumente der Violinkunst des 20. Jahrhunderts – dankenswerter Weise mit Everests 35mm-Filmband-Technik hervorragend aufgenommen! – Die Classic Records-Pressung mag nicht gänzlich frei von Makeln sein, ist aber mit Sicherheit wesentlich besser als bei den unter Violin-Sammlern hoch gehandelten Originalen… (beide ca. 1960/2008)
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