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Weitere Interpreten:City Of Birmingham Symphony Orchestra - Dirigent: Louis Fremaux
Label/AN: Klavier / KS553
Format: LP 180g
Leider blieb der Reissue-Katalog des mißverständlich benannten Labels (die kleine amerikanische Firma begann einst tatsächlich mit einem reinen Klaviermusikprogramm) übersichtlich. Audiophile Extremisten wissen vielleicht um den ersten audiophilen Anlauf von Klavier-Records: Mitte der 70er veröffentlichte das Label einige hochklassige Reissues aus dem Klassik-Katalog der EMI; verwendet wurde das damals gefeierte dbx-Entzerrungssystem, das sich am Markt aber nicht durchsetzen konnte und die Platten heute zu Kuriositäten unter Spezialisten macht. Als Ende der 80er jedoch das Analog-Revival langsam in die Gänge kam, wurden nochmals einige wenige Titel des damaligen Programms neu gemastert (von Doug Sax!) und in Spitzenqualität gepreßt. Darunter war die (vergriffene) Massenet-LP „Le Cid“, einer der großen audiophilen Klassiker der Ära – und, ebenfalls eine Einspielung des Birmingham Symphony Orchestras unter Louis Fremaux, vorliegende LP mit einem fürwahr spektakulären Berlioz-Programm. Sprühendes wie die Ouvertüre „Römischer Carneval“, Unheildräuendes wie der gespenstische Trauermarsch aus „Hamlet“ (der Chor und das Schlagwerk in diesem Titel machen die Platte schon allein zur Sound-Sternstunde), fein Ziseliertes wie der Beginn von „Königliche Jagd und Sturm“ aus den „Trojanern“ oder Hochdramatisches wie der Höhepunkt desselben Stückes, wieder mit Kesselpauken und Chor in Szene gesetzt – in Fremaux’ Einspielungen scheint man unmittelbar am Geschehen teilzuhaben. ‘Lebendigkeit’ ist das Stichwort, und das Musikjournalisten-Klischee von der ‘atmenden Musik’ hat hier echte Berechtigung. Musikalisch wie klanglich: Ein Spitzenprodukt. (Achtung: Den Preis können wir nur halten, solange unser Vorrat reicht. Der offizielle aktuelle Preis liegt 10 Euro höher!) (1975/ca.1990)
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