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Weitere Werke:Fikfret Dzhamil Amirov: Azerbaijan Mugam
Weitere Interpreten:Houston Symphony Orchestra, Dirigent: Leopold Stokowski
Label/AN: Classic Records / Everest / SDBR3032
Format: LP 200g
Zwei sehr unterschiedliche (und sehr extreme) Werke der ehemaligen Sowjetunion sind auf dieser LP vereint. Das wesentlich populärere ist natürlich das 1908 entstandene „Poème d’Extase“ des großen Mystikers Alexander Scriabin; ein hochkomplexes Hauptwerk der russischen Spätromantik. Scriabin ging darin wesentlich weiter als in seinen vorangegangenen drei Symphonien; er beschreitet darin Wege, die sich von den Ansätzen von Zeitgenossen wie Mahler oder Schönberg stark abgrenzen. Programmatische Musik ist es nur im weitesten Sinne, auch wenn der Musik ein 369zeiliges Gedicht des Komponisten selbst zugrunde liegt. Die Ekstase, von der die Rede ist, ist letztlich spiritueller Art – man kann sich dieser Musik nur schlecht auf rationalem Boden nähern. Leopold Stokowski als der vielleicht größte Klangmagier seiner Zeit behandelte die Partitur entsprechend; und man kann von dieser Einspielung nur entweder mitgerissen werden oder draußen bleiben… Das Kontrastprogramm ist das „Aserbaidschanische Mugam“ des im Westen kaum bekannten Komponisten F.D. Amirov (das 1948 geschriebene Werk erfuhr übrigens seine amerikanische Uraufführung im Jahre 1959 unter Stokowski, mit eben diesem Orchester!). Die Musik ist stark geprägt von der Folklore der nördlich an den Iran angrenzenden Republik, voller ungewöhnlicher Klangfarben. In Sachen Orchestrierung mag sich Amirov an Meistern der russischen Romantik orientiert haben; seine musikalische Sprache aber ist eine vollkommen eigene. Für Entspannungsübungen sind beide hier kombinierten Werke denkbar ungeeignet – Hörgewohnheiten sind an der Garderobe abzugeben! Ein weiterer Höhepunkt der Classic Records-Reihe mit den legendären 35mm-Aufnahmen des Everest-Labels. (1960/2007)
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