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Weitere Interpreten:Svjatoslav Richter, Klavier / Sinfonie-Orchester der Nationalen Philharmonie Warschau / Dirigent: Stanislaw Wislocki
Label/AN: Clearaudio / Deutsche Grammophon / SLPM138076
Format: LP 180g
Es gibt freilich zu viele "Rach 2"-Einspielungen, um noch eine definitive bestimmen zu können; allein in der 'golden era', den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts, sind da doch etliche ernsthafte Bewerber auf den Spitzenplatz. Van Cliburn, Byron Janis, Benno Moiseiwitsch, Artur Rubinstein und selbstverständlich Earl Wild haben Aufnahmen hinterlassen, an denen man als ernsthafter Klassikhörer kaum vorbeikommt. Zu den ganz besonders legendären Lesungen des Konzerts gehört Svjatoslav Richters 1959er Aufnahme: "Richter's playing leaves one spellbound", so urteilte das renommierte "Grammophone"-Magazin damals. Der schwierige Russe, der so ungern ein Studio betrat, gestaltete das Werk mit einer kaum in Worte zu fassenden Sensibilität: Mehr Zwischentöne findet man nirgendwo. Unfaßbar zart die lyrischen Passagen, selbst die lautesten wirken niemals brutal, sondern furios nur in ihrer unglaublichen Musikalität. Nicht weniger atemberaubend ist die Balance zum Orchester, auch der im Westen nicht allzu bekannte Dirigent Stanislaw Wislocki erlebte bei dieser Aufnahme eine Sternstunde. Wer nun immer noch der Ansicht ist, mit einer einzigen Aufnahme des Konzertes leben zu können, dem seien wenigstens noch die sechs Préludes aus op. 23 und 32 ans Herz gelegt: Denn auch die spielte Richter hier mit einer Kombination aus Intellekt, Gefühl und pianistischer Meisterschaft, die damals wie heute wohl unerreichbar ist. Man kann auch diese Stücke anders interpretieren und gestalten, besser jedoch nicht. Eine der größten Klavier-LPs der Schallplattengeschichte, endlich als audiophile Wiederauflage. (1959/2009)
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