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Cal Massey

Blues To Coltrane

Label/AN:
Pure Pleasure / Candid / CJS9029

Format: LP 180g

28,00 €

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Rezension:

Der Mann war als Trompeter nicht weniger talentiert denn als Komponist (neben Coltrane spielten etwa Freddie Hubbard, Jackie McLean, Lee Morgan und Archie Shepp seine Stücke). Daß er nur eine einzige Session unter seinem Namen aufnahm, die dann auch erst ein Vierteljahrhundert später veröffentlicht wurde (viele Jahre nach seinem frühen Herztod im Jahre 1972), lag nicht unbedingt nur an seinem diesbezüglichen Engagement – seine radikale politische Haltung als schwarzer Bürgerrechtler handelte ihm einen sichern Platz auf der schwarzen Liste (der Ausdruck scheint ungeeignet) von Konzertveranstaltern und Plattenfirmen ein. Besagte Session fand am 13. Januar 1961 statt, Massey wurde begleitet von einer ungewöhnlichen, aber hervorragenden Band aus dem auf Schallplatte leider kaum dokumentierten Saxophonisten Hugh Brodie, G.T. Hogan am Schlagzeug, dem hier noch nicht fest bei Coltrane eingestiegenen Jimmy Garrison am Bass und der außergewöhnlichen Pianistin Patti Brown – die hier angesichts des kaum überhörbaren Zustands des Instruments echte Wunder vollbringt. Das Programm besteht aus fünf Massey-Kompositionen, neben dem Titelstück etwa auch das von Coltrane selbst popularisierte "Bakai", das von Lee Morgan eben gerade aufgenommene "These Are Soulful Days" und das überragende, damals dann immerhin (wenn auch gekürzt) auf einem Sampler des Candid-Labels veröffentlichte "Father And Son". Das verschollen geglaubte Band tauchte in den 80ern wieder auf und wurde dann auch endlich veröffentlicht; die damalige Ausgabe kann sich mit dieser Pure Pleasure-Edition qualitativ freilich kaum messen! (1987, rec. 1961/2019)

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