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Tarun Balani

Dharma

Label/AN:
Berthold Records / BR319102

Format: LP

19,50 €

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Rezension:

Wenn am Tag der Hochzeit die eigene Großmutter stirbt, ist das in der Hindu-Kultur nicht nur traurig und tragisch, sondern gilt als böses Omen. Zu allem Überfluß ist Tarun Balanis Ehefrau auch noch Christin, und interreligiöse Hochzeiten werden in Balanis Heimat immer noch nicht gerne gesehen. Aber Tarun Balabi ist niemand, der an Konventionen glaubt. Schließlich waren seine Eltern auch schon ein gemischtes Paar, und die Musik, mit der er aufwuchs, war entsprechend divers. Jazz allerdings hörte weder sein Vater (eher Ravi Shankar) noch seine Mutter (britischer Pop), den suchte sich der junge Balani, der sich als Grundschüler in Neu Delhi in ein dort herumstehendes Schlagzeug verliebte, ganz alleine aus. Und ging dann als junger Erwachsener für mehrere Jahre nach New York, um bei dortigen Koryphäen zu lernen. Nach seiner Rückkehr half er dabei, die gerade erst entstehende Jazzszene seiner Heimat aufzubauen. Seine Musik leugnet seine Herkunft nicht: Die rhythmische Vielfalt und Komplexität stammt aus der Raga-Tradition. Die aber hier ganz selbstverständlich mit der westlichen Jazzwelt zusammenfließt. Und ganz unbedingt überall auf der Welt gehört werden sollte. Die Namen seiner Mitmusiker stehen symbolisch für Grenzüberschreitung und Internationalität: Sharik Hasan (Klavier), Tiziano Bianchi (Trompete), Alex Pinto (Gitarre) und Joshua Crumbly (Bass). Einen Song auf dem Album hat Balani übrigens seiner Großmutter gewidmet, einen anderen seiner Ehefrau. Und der Albumtitel steht für den Lauf des Lebens, seine Unwägbarkeiten und Widersprüche, die dennoch ein Ganzes ergeben. Ein schönes Bild für seine Musik. (2019)

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